Renaturierung des Rodebachs zwischen Millen und Susteren


herinrichting rode beek

Einführung

Der Rote Bach ist ein Bach mit einem besonderen internationalen Charakter, der sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland entspringt. Der Bach fließt durch Deutschland und die Niederlande und mündet in den Geleenbeek. In der Vergangenheit wurden die Windungen aus dem Bach entfernt und der Bach begradigt, damit das Wasser schneller abfließen konnte. Inzwischen wurde ein großer Teil des Rode Beek wieder natürlich mäandernd gestaltet. Damit wurde das historische Erscheinungsbild des Bachlaufs wiederhergestellt. Die Vorbereitungen für die Renaturierung zwischen Millen und Susteren sind nun abgeschlossen, und die Umsetzung beginnt in Kürze.

Projektziel

Ziel ist es, das natürliche System des Baches wiederherzustellen und damit die Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu erfüllen. Die Ziele der WRRL unterstützen die Schaffung und Erhaltung sauberer und gesunder Oberflächengewässer und Grundwässer. Für den Rode Beek bedeutet dies, dass wir der Natur im und um den Bach mehr Raum geben und an einem sauberen und gesunden Bachsystem arbeiten.

Das Bachtal wird verbreitert und wir legen natürliche Ufer an. Der Bach wird stärker beschattet, um eine Erwärmung des Bachwassers zu verhindern. So entsteht eine robuste und abwechslungsreiche Umgebung, die unter anderem dafür sorgt, dass Fische wieder problemlos zwischen ihrem Lebensraum und ihren Laichplätzen (den Orten, an denen sie sich fortpflanzen) schwimmen können.

Was wollen wir tun?

Wir wollen den Rode Beek so weit wie möglich natürlich (neu)gestalten. Dies wollen wir erreichen, indem wir:

  • den geraden Verlauf in einen mäandernden, natürlichen Bach umwandeln;
  • der Natur mehr Raum im und um den Bach herum geben;
  • Fischen die Möglichkeit geben, leichter durch den Bach zu schwimmen, indem wir Hindernisse beseitigen oder dafür sorgen, dass Fische daran vorbeischwimmen können;
  • den Uferschutz zu erneuern (im Ortskern von Susteren);
  • die Brücken, das Wehr und den Messkanal im Projektgebiet anzupassen.

Planung

Was wurde bereits getan?

Mitte 2021 begann die Sondierung möglicher Lösungsansätze für die Neugestaltung des Rode Beek Millen Susteren. Im Jahr 2022 haben wir die Ideen gemeinsam mit der Umgebung und dem deutschen Projektpartner zu konkreteren Plänen ausgearbeitet. Ende 2022 folgte eine Kooperationsvereinbarung mit dem deutschen Projektpartner. Der endgültige Entwurf wurde am Montag, dem 4. Dezember 2023, im Rahmen eines Anwohnerabends mit Anwohnern und Interessierten vorgestellt. Anfang 2024 haben wir einen Interreg-Zuschuss beantragt: eine europäische Förderung. In der zweiten Hälfte des Jahres 2024 wurden die Genehmigungsverfahren eingeleitet. Anschließend wurde die Ausschreibung der Arbeiten vorbereitet. In den Jahren 2024 und 2025 fanden vorbereitende Arbeiten statt, darunter das Fällen von Bäumen, das Aufspüren und Unschädlichmachen von Kriegsresten sowie die Durchführung ökologischer Untersuchungen und Bodenuntersuchungen. Auch in diesem Zeitraum wurden die Anwohner in das Projekt einbezogen.

Was ist geplant?

Im Mai 2026 beginnen die Bauarbeiten. Diese dauern bis Ende 2027. Die Arbeiten beginnen am Zufluss des Saeffeler Bachs. Wir bearbeiten den Bach flussabwärts in Richtung Susteren. Als letzter Abschnitt der Bauarbeiten wird im Ortskern von Susteren gearbeitet.

Internationale Zusammenarbeit

Da das Projektgebiet sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden liegt, arbeiten wir bei diesem Projekt intensiv mit unseren deutschen Partnern zusammen: der Gemeinde Selfkant, dem Kreis Heinsberg und der Bezirksregierung Köln. Auf niederländischem Gebiet arbeiten wir unter anderem mit der Provinz Limburg, Natuurmonumenten, der Gemeinde Echt-Susteren und der Gemeinde Sittard-Geleen zusammen.

Mit Unterstützung der EU

Dieses Projekt wird von der EU im Rahmen des Interreg-Programms Maas-Rhein innerhalb des Interreg-Projekts „Flood Wisdom“ kofinanziert. Das Projekt „Flood Wisdom“ trägt dazu bei, besser auf Hochwasser vorbereitet zu sein. Elf Partner aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland arbeiten gemeinsam daran, die Vorhersagefähigkeit von Hochwasser zu verbessern. Es werden neue Systeme und Modelle entwickelt, damit Menschen schneller auf Risiken reagieren können. Außerdem werden Lösungen erarbeitet, um Wasserschäden zu begrenzen, wie beispielsweise die Weiterentwicklung eines Frühwarnsystems für Sturzfluten.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Der Rode Beek liegt in diesem Projekt an der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland und ist somit ein Grenzbach. Um einen Grenzbach klimaresistent zu machen, ist es notwendig, den Verlauf des Baches zu verändern. Damit entfällt die physische Grenzfunktion des Baches. Dies erfordert eine sorgfältige rechtliche und administrative Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern auf der niederländischen und der deutschen Seite der Roten Beek. In diesem Projekt sammeln wir gemeinsam Wissen und tauschen unsere Erfahrungen bei der Arbeit an grenzüberschreitenden Naturverbesserungen aus.

Logo Flood Wisdom_EN (RGB - 72ppi)

Fakten und Zahlen zu diesem Projekt

  • Wir gestalten 4,5 km Bachlauf neu
  • 20 Hektar Bachtalentwicklung, davon 6 Hektar auf deutschem Gebiet
  • Wir errichten 675 Meter Natursteinmauern
  • Rund 35.000 m³ Erdaushub

Informationen

Erhalten Sie bereits den Newsletter der Wasserbehörde Wateschap Limburg? Wenn nicht, melden Sie sich über diese Webseite für den Newsletter (auf niederländisch) an.

Oder folgen Sie uns auf die Social Media Kanälen: LinkedInFacebookInstagram oder X. Haben Sie noch Fragen? Bitte kontaktieren Sie uns unter 0031-88 - 88 90 100 oder senden Sie eine E-Mail an [email protected].

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Umweltmanager Guus Vijgen. Dies ist unter der Telefonnummer 088 – 88 90 100 oder per E-Mail an [email protected] möglich.